Die Strategie für die Krise: Wie macht man aus einer Krise eine Chance?


Rückblick | 07.04.2009

Die Strategie für die Krise: Wie macht man aus einer Krise eine Chance?

Auftragsflaute. Mitarbeiterabbau. Kreditklemme. Anstatt die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum wiederholten Mal zu analysieren, begaben sich die Podiumsgäste auf die Suche nach neuen Handlungsspielräumen: Denn eine Krise ist der beste Zeitpunkt liebgewonnene Routinen zu hinterfragen und Ballast über Bord zu werfen.
  • Ort: Hilton Vienna Plaza
  • Datum: 07.04.2009

Podiumsdiskussion

Moderation:
Ewald Bechtloff, Online-Redakteur, diepresse.com

Podium:
  • Johannes Gutmann, Geschäftsführer, Sonnentor Kräuterhandelsgesm.b.H.
  • Hans Georg Kantner, Leiter Insolvenzen, Kreditschutzverband von 1870
  • Peter J. Oswald, Präsident von RespAct; CEO, Mondi Europe & International
  • Johann Strobl, Chief Risk Officer und Mitglied des Vorstands, Raiffeisen Zentralbank AG
  • Stefan Zapotocky, Vorstand, BAST AG

Im 10. Stock des Hilton Vienna Plaza brachte Stefan Zapotocky den aktuellen Handlungsbedarf mit einem Zitat auf den Punkt: „Egal was passiert, die Zeit geht weiter.“ Vor diesem Hintergrund betonte Zapotocky besonders die Notwendigkeit für Unternehmen, sich auf Schocks und Krisen durch Notfallpläne vorzubereiten. Hier hakte auch Johann Strobl ein: „Es ist wünschenswert, dass sich auch der Kunde mit der Krise beschäftigt. Mit Kunden die Pläne für die Zukunft haben und gegen die Krise vorgehen, können wir mehr anfangen, als mit solchen, die das nicht wahrhaben wollen.“

Hans Georg Kantner betonte, dass die Wirtschaftskrise nicht automatisch alle Unternehmen vor unmögliche Aufgaben stellt: „Gerade für diejenigen, die bisher vernünftig und eher zurückhaltend gehandelt haben, bietet sich jetzt die Möglichkeit ihr Können zu beweisen. Wichtig ist zu erkennen, dass Veränderungen eine reale Chance für das Unternehmen darstellen und von großer Bedeutung sind.“

Die Krise wird von Experten als Chance gesehen

Die Experten sind sich einig, dass eine Krise durchaus auch als Chance angesehen werden muss. Peter J. Oswald rät „auf eigene Stärken zu setzen und sich auf den tatsächlichen Bedarf der Kunden zu konzentrieren. Dies werden definitiv die Gewinner der Krise sein, unabhängig davon, ob es sich beispielsweise um ein österreichisches oder asiatisches Unternehmen handelt“. Johannes Gutmann fügte hinzu, dass es sich vor allem lohnt „auf Innovationskraft und auf wichtige Maßstäbe wie Mitarbeiter-Zufriedenheit zu setzen, um die Krise zu überwinden.“

Die Veranstaltung wurde von mehr als 100 österreichischen Consultern, Managern und Medienvertretern besucht, die auch nach dem Ende der Podiumsdiskussion rege über das Thema diskutierten.

Unter den Gästen gesichtet wurden: Friedrich Bock, Vorsitzender, Paritätische Kommission; Jochen Borenich, Mitglied der Geschäftsleitung, T-Systems Austria GesmbH; Claudia Daeubner, Top-Executive Coach, Success & Career Consulting Int.; Andreas Landgrebe, Managing Director Austria, Boyden Global Executive Search; Christian B. Meier, CFO, Constantia Industries AG; Roman Mesicek, Geschäftsführer, RespAct; etc.

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