“Challenges of Leadership in Europe”
Haus der Industrie
Schwarzenbergplatz 4
1030 Wien
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Außergewöhnliche Leadership in der Wirtschaft stellte Tesco-CEO Terry Leahy unter Beweis. Er verantwortet den Erfolgskurs von Tesco, der größten Handelskette Großbritanniens und der viertgrößten Handelskette der Welt. Von 2005 bis 2010 wurde Leahy zu “Britain’s Most Admired Leader” gekürt.
Unter seiner Führung eroberte Tesco nicht nur neue Märkte und setzte neue Maßstäbe in der Kunden- und Mitarbeiterbindung, auch Nachhaltigkeiten und Glaubwürdigkeit wurden zu Kernwerten des Unternehmens. Beim Wiener Kongress com·sult 2012 präsentiert Terry Leahy seine Philosophie für verantwortungsvolle Führung.
Der Vizepremier- und Außenminister Israels, Avigdor Libermann, wird beim Wiener Kongress com·sult den Blick „von außen“ auf die europäische Krise machen und die künftigen Perspektiven seines Landes mit Blick auf Europa erörtern. Die Auswirkungen des „Arabischen Frühlings“ auf die Region, aber auch die besondere Rolle von Innovation und Forschung in Israel eröffnen neue Potenziale, die gezielt zu nutzen sind. Dafür braucht es Leadership – im Interesse Israels und Europas.
Die Staaten haben die Banken gerettet. Aber wer rettet jetzt die Staaten? Sind Europas Führungspolitiker aus dem richtigen Holz geschnitzt, um die Staatsschuldenkrise zu überwinden? Legendäre Führungskräfte, die die historische Wiedervereinigung Europas möglich gemacht haben, werfen in diesem Panel einen kritischen Blick auf die Perspektiven des Kontinents.
Wie kann die wirtschaftspolitische Integration der Euro-Zone vertieft werden, ohne gleichzeitig die Einheit der Europäischen Union zu riskieren? Wie kann trotz Sparzwang die Grundlage für zukünftiges Wirtschaftswachstum gelegt werden, damit es auch die kommenden Generationen noch besser haben als die heutige? Wer sind heute die wahrhaften Europäer? Und was macht einen führungsstarken Politiker in Zeiten des Umbruchs aus? Europa zwischen Globalisierung und Regionalisierung, Tradition und Innovation, Wirtschaft und Kultur – was wird wirklich aus Europa im 21. Jahrhundert?
Der Gründer des englischen Think-Tank Res Publica und Berater des britischen Premiers David Cameron präsentiert für ein radikales Umdenken: Weder Staat, noch Markt schaffen heute echte Zukunftsperspektiven. Seine Perspektive, die auch der britische Regierungschef propagiert, ist die „Big Society“ – eine Bürgergesellschaft, die sich in ihre Angelegenheiten wieder selbst einmischt.
Beim Wiener Kongress com·sult 2012 wird Philip Blond deutlich machen, was diese politische Konzeption für die Zukunft Europa bedeuten kann.
Führungskräfte sind in Europa in die Schusslinie geraten: Politiker richten sich in erster Linie nach Meinungsumfragen und wechselnden nationalen Stimmungslagen. Sie haben Europa aus dem Blickfeld verloren, so der Vorwurf. Die Manager wiederum seien gierig und hätten statt dem Wohl der Gesellschaft nur das Wohl ihrer Aktionäre im Sinn. Und die Intellektuellen zu guter Letzt hätten sich in ihre universitären Elfenbeintürme zurückgezogen.
Auf diesem Panel treten verdiente Führungspersönlichkeiten diesen Vorurteilen entgegen. Wie kann es Konzernen gelingen, ihre mit Mitarbeiter, Führungskräfte und Kunden langfristig zu binden? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um erfolgreich wirtschaften zu können? Was macht Traditionsbetriebe erfolgreich? Zahlt sich gelebte gesellschaftliche Verantwortung aus? Und wie sollen hierarchische Organisationen den vielgepriesenen Tugenden Kreativität, Offenheit und Innovation begegnen?
Der ehemalige polnische Elektriker Lech Walesa steht nach wie vor für außergewöhnliche politische Leadership in Europa. Er führte die polnische Streikbewegung an und war von 1980 bis 1990 Vorsitzender der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność. Seine Rolle für den politischen Wandel bescherte ihm u.a. den Friedensnobelpreis.
Als Staatspräsident Polens zeigte Walesa wiederum Leadership beim politischen Wandel Polens von einem realsozialistischen zu einem demokratisch-marktwirtschaftlichen System. Beim Wiener Kongress com·sult 2012 wird Lech Walesa seine Einschätzungen zur gegenwärtigen Situation Europas präsentieren – und deutlich machen, wo Europa Handlungsbedarf hat.
Auf die Informations- und Kommunikationsbranche rollt die nächste große Welle an Innovationen zu. Milliarden Menschen drängen immer und überall ins Internet, Alltagsgegenstände lernen online miteinander zu kommunizieren und die Rechenleistung wandert in die Cloud. Die Chancen sind groß, aber gleichzeitig stehen die Geschäftsmodelle der Infrastrukturbetreiber auf dem Prüfstand.
Die Lenker internationaler Telekomunternehmen machen sich auf diesem Panel Gedanken über Erfolgskonzepte für die Zukunft. Welche Vorteile bietet das Leben in der total vernetzten Welt und wie können Netzbetreiber davon profitieren? Themen wie Netzneutralität, Smart Living und Netzinfrastrukturen stehen dabei im Zentrum. Müssen die Betreiber großer Content-Ökosysteme wie Apple, Google und Amazon künftig ihren Beitrag leisten? Und darüber hinaus: Wie kann die Sicherheit solch komplex vernetzter Systeme gewährleistet werden?
Um das Projekt Europa mit Leben zu erfüllen, braucht es mehr als Vertragsänderungen und politische Institutionen. Es braucht Unternehmen, Verbände, Parteien und Initiativen, die über Grenzen hinweg arbeiten und interkulturelle Kompetenz tagtäglich leben. In diesem Workshop sprechen erfahrene Praktiker und mutige Pioniere über ihre Erfahrungen in internationalen Projekten und Teams.
Welche Fähigkeiten brauchen Führungskräfte, wenn sie im Europa der bald dreißig Nationen erfolgreich sein möchten? Wie lassen sich historisch gewachsene kulturelle Unterschiede und Kommunikationspraktiken überbrücken? Werden Auslandsstudien, die Arbeit in internationalen Teams und wechselnde Wohnsitze für die nächste Generation die Norm sein? Sollten wir nach einer europäischen Identität, einem gemeinsamen europäischen Geschichtsverständnis und europäischen Medien streben oder liegt die Kraft Europas in der Vielfalt? Hier wird darüber diskutiert, wie das Leben in der transnationalen Welt von morgen schon heute aussieht.
Die aktuelle Wirtschaftskrise ist Ausdruck tiefgreifender Veränderungen in der globalen politischen Ökonomie. Wir erleben die Geburtsstunde einer neuen Ära – gekennzeichnet vom Ende des Industriezeitalters und dem Aufstieg der großen Schwellenländer. Die Teilnehmer dieses Workshops stellen sich deshalb die Frage: Was kommt nach den großen Ideologien von Markt und Staat?
Bisher scheint einzig gewiss, dass das alte Wachstumsmodell basierend auf Konsum und Verschuldung ohne große Verwerfungen nicht mehr tragfähig ist. Nach welchen politischen Arrangements, Produktionsmodellen und Leistungsanreizen verlangt die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts? Verliert der demokratische Westen an Strahlkraft und kommt es zu einer Renaissance autoritärer Modelle nach dem Vorbild Chinas? Welche Rolle sollen die Finanzmärkte in Zukunft spielen? Können sich unsere fragmentierten Gesellschaften über die großen Herausforderungen nachhaltiges Wachstum und Aufbau einer wissensbasierten Ökonomie erneuern?
Siebzig Prozent der Weltbevölkerung werden bis 2050 in urbanen Ballungsräumen leben. Achtzig Prozent aller CO2-Emissionen werden in diesen Städten erfolgen. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Suche nach intelligenter Urbanität zu den Megatrends der kommenden Jahrzehnte gehört. Bausteine dieser Zukunft sind Nachhaltigkeit und Effizienz durch Energie-Innovationen, aber auch neue Lösungen, die versuchen die Lücke zwischen Individualverkehr und öffentlichem Massentransport zu schließen. Städtebaulich wird es darum gehen, die räumliche Trennung von Wohnen und Arbeiten aufzuheben. Grundlage all dieser Visionen sind moderne Informations- und Kommunikationstechnologien, die es ermöglichen, unterschiedliche Bereiche in ein Gesamtsystem zu integrieren.
Smarte Städte sind nicht nur ein umweltpolitisches, sondern auch ein standortpolitisches Gebot als Dienstleistungs- und Industriezentren. In diesem Panel untersuchen Expertinnen und Experten die Potenziale moderner Infrastrukturen für die urbane Entwicklung. Wie können wir die Integration der Bereiche Energie, Verkehr, Architektur und IKT effizient vorantreiben? Welche Schlüsseltechnologien sollten gefördert werden? Braucht es eine integrierte Steuerung und Masterpläne, top-down? Und wie können Stakeholder und Bürger in die Entwicklung ihrer post-fossilen Städte eigebunden werden?
Ohne Zweifel entwickelt sich Infrastruktur immer mehr zum Schlüssel für Wachstum und Wohlstand. Wer hier spart, erspart sich seine Zukunft. Die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Südamerikas investieren radikal in die Modernisierung ihrer Infrastrukturen. Dem gegenüber steht der oft langjährige Streit über einzelne Bahnhöfe und Landepisten in Europa. Passiert auf EU-Ebene genug, um den Kontinent mittels grenzüberschreitender Infrastrukturen fit für die Zukunft zu machen?
Wie können in Zeiten angeschlagener Staatsfinanzen die nötigen Mittel für den notwendigen Ausbau der Infrastruktur freigemacht werden? Was können mutige Entscheidungsträger dazu beitragen, um überregionale Infrastrukturprojekte zügig umzusetzen? In diesem Workshop wird erörtert, wie strategische Infrastrukturplanung zum Fundament zukunftsorientierter Standortpolitik werden kann.
Europas Luftfahrt hat turbulente Zeiten hinter sich. Von den Problemen zahlreicher nationaler Airlines, über die Wirtschaftskrise, bis hin zur Aschewolke. Die Konsolidierung am Luftfahrtmarkt ist in vollem Gange. Welche Fluglinien und Hubs werden aus diesem Prozess als Gewinner hervorgehen? Mit Single European Sky hat sich die Luftfahrtindustrie zudem ein Mammutprojekt vorgenommen und ist damit ein Testfall europäischer Integration. Das Ziel: Die nationalen Lufträume sollen schon bald in neun funktionale Luftraumblöcke zusammengeführt werden. Um Kosten und Energie zu sparen, müssen Kompetenzen gebündelt werden.
Internationale Experten diskutieren in diesem Workshop über die Probleme und Herausforderungen transnationaler Zusammenarbeit. Wie wird die Flugsicherung mit der zu erwartenden Verdoppelung des Luftverkehrs bis 2020 umgehen? Vor welchen technischen Neuerungen steht die Luftfahrt? Sind die Infrastrukturen dem steigenden Mobilitätsbedarf gewachsen? Von den Antworten auf diese Fragen hängt es ab, ob preiswerte Flugverbindungen für den Massenmarkt Zukunft haben und zum Zusammenwachsen des Kontinents beitragen.
In einer schnelllebigen Welt wird Innovation zunehmend zum Kerngeschäft jedes Unternehmens. Die Wissensgesellschaft fordert dazu heraus sich einen Wettbewerbsvorteil durch Produkt-, Geschäfts- und Marketinginnovationen zu erarbeiten. Aber wodurch zeichnen sich innovative Standorte aus? Dieser Workshop fragt nach, wie Wirtschaft und Industrie im Innovationsprozess gefördert werden können.
Wo finden sich Best Practice Beispiele moderner Innovationsförderung? Welche Rolle kann die Politik bei der Etablierung und Erhaltung leistungsfähiger Forschungsinfrastruktur spielen? Wie funktioniert die überregionale Zusammenarbeit in der Europäischen Union in den Bereichen Clustermanagement und Forschungskooperation? Und welchen Kurs sollten Entscheidungsträger in der Frage Patente versus offene Innovation einschlagen? Es geht darum gesellschaftliche Freiräume zu eröffnen und Freigeister zu fördern, um den Aufstieg der „Creative Class“ und die Renaissance des Unternehmertums.
Wie wenige andere Politiker verkörpert der langjährige deutsche Außenminister und FDP-Politiker Hans-Dietrich Genscher europäische und globale politische Visions- und Führungskraft. Er steht nicht nur für die erfolgreiche, aktive Entspannungspolitik zwischen Ost und West, sondern auch für das Zusammenwachsen Europas. Sein Beitrag zum Gelingen der deutschen Wiedervereinigung ist erheblich.
Beim Wiener Kongress com·sult 2012 wird er vor dem Hintergrund seiner reichen politischen Erfahrung Perspektiven für die Zukunft des europäischen Prozesses, seine Chancen und seine Grenzen aufzeigen.
Der Lifetime Achievement Award „Golden Arrow“ wird jährlich an Menschen verliehen, die außergewöhnliche Ideen realisieren und Visionen umsetzten – kurz: die das Unmögliche möglich machen.
Als größter Wirtschaftskongress der Region, bringt der Wiener Kongress com·sult von Jahr zu Jahr nicht nur Top-Manager, sondern auch internationale Politiker, Sportler und Künstler nach Österreich. Der Wiener Kongress com·sult steht damit für Top-Performer in allen Lebensbereichen und strebt danach seine Besucher mit den Besten der Besten ins Gespräch zu bringen. Weltbekannte Persönlichkeiten treten beim Wiener Kongress com·sult auf – sie werden dabei auch öffentlich ausgezeichnet.
2012 geht der Lifetime Achievement Award “Golden Arrow” an den langjährigen deutschen Vizekanzler und Außenminister Hans-Dietrich Genscher und die Solidarność-Legende Lech Walesa!
Die Laudatio wird Erhard Busek, ehem. Vizekanzler der Republik Österreich halten.